Tag und Nacht im Glory Box

Journalistin trifft Veranstalter: Tina Uhlmann bei Pädu Anliker im Thuner Club Mokka.
Journalistin trifft Veranstalter: Tina Uhlmann bei Pädu Anliker im Thuner Club Mokka.

Von Tina Uhlmann

 

Als junge Musikjournalistin war ich manchmal auch morgens oder nachmittags in diesen shabby-chicen Rockclubs, um mit den Veranstaltern zu sprechen oder Bands zwischen Soundcheck und Konzert zu interviewen. Ernüchternd, wie das bei Tageslicht aussah! Alt und abgeschabt alles, der Bartresen von 1001 Gläsern, der Tanzboden von Stiefeln und Stögelischuhen, die Bühne von schwerer Technik. Kabelsalat überall, eingetrocknetes Bier, Scherben und verschwitzte Klamotten, liegengeblieben im Staub einer selten gefegten Ecke.
Die Luft wie ein Schlag ins Gesicht.
Der Zauber der Nacht längst verflogen.
Das Büro des Chefs ein Chaos, dem nur noch mit einer Mulde beizukommen wäre.

Mick Gurtners neuer Roman «Horst und die letzte Nacht des Rock’n’Roll» erspart uns diesen Kater nicht. Im Gegenteil: Nach der gloriosen Nacht der Nächte, auf die sein Held und das Team im Glory Box fiebrig hinarbeiten, liegt der Club gar in Trümmern. Bis hierhin hat man beim Lesen mitgefiebert, hat miterlebt, wie Thom mit seinem Hündchen Horst, Schmitz und Sophie, Rockyou, Willi, Knoblauch und Gianluca aus ihrem Schuppen eine Wunderwelt schufen – ein Neverland forerver. Schliesslich sollte das Glory Box mit einem Coup, der hier nicht verraten sei, vor dem Bankrott gerettet werden und in eine hell leuchtende Zukunft starten. Doch dann steht man mit der zerrupften kleinen Truppe da, ernüchtert.
Raucht.
Schweigt.
Und betrachtet das Aus dieses Traums.

Musikclubs sind kleine Traumfabriken, so wie ein guter Song ein Drei-Minuten-Roman ist. Für Mick Gurtners Buch, 225 Seiten dick, braucht man etwas länger Zeit. Doch dieser Roman ist voll von guten Songs, von kleinen Drei-Minuten-Romanen. Episodisch verknüpft der Autor, selbst Clubgänger, Rock’n’Roll-Aficionado und Musikjournalist, Lebens- und Liebesgeschichten mit der Geschichte des Glory Box. Und weil dieser magische Ort seinem Namen doch gerecht werden soll, geht es nach der Nacht der Nächte und dem Kater am Tag danach irgendwie weiter. Denn auch Bücher sind Traumfabriken – Mitträumen erwünscht!

 

Auch Romanautoren haben ein Nachtleben: Mick Gurtner im Thuner Club Mokka.
Auch Romanautoren haben ein Nachtleben: Mick Gurtner im Thuner Club Mokka.

Horst, Glory Box und Rock'n'Roll

 

Autor Mick Gurtner erzählt in "Horst und die letzte Nacht des Rock'n'Roll" die Geschichte des Musikclubs Glory Box. Es ist eine Hommage an all die Musikclubs geworden, die mit minimalen Mitteln und maximaler Leidenschaft betrieben werden.

 

Der neue "Horst" wird am Donnerstag 2. Mai 2019 in der Cafe Bar Mokka in Thun offiziell präsentiert.

 

"Horst und die letzte Nacht des Rock'n'Roll ist ab sofort direkt beim Verlag und im Buchhandel erhältlich.

 

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Graffiti-ABC – farbig ist das Leben schöner

"Colour is fun" – "The hood needs colour" – "Colour your life": Diesen Sätzen, schwungvoll an eine Bauverschalung gesprayt, begegneten wir auf der Suche nach dem ABC der Strasskunst. So verschieden Stil und Niveau der Künstlerinnen und Künstler sind, ihre Botschaft ist immer dieselbe: Farbig ist das Leben schöner.

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Heimspiel: Godi Huber in der Bibliothek Steffisburg

In Steffisburg bei Thun ist Godi Huber aufgewachsen. In der Gemeindebibliothek Steffisburg hat der Autor von "Bruno Peretti" zusammen mit Musikerin Marianne Keller seine unblutigen Kurzkrimis präsentiert. Bilder: Daniel Bill

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Bruno Peretti in der Gemeindebibliothek Köniz

Eine hübsche Gemeindebibliothek und ein tolles Publikum – es war ein schöner Abend in Köniz. Ein grosser Dank geht an das Bibliotheksteam für den grossartigen Einsatz! Bilder: Daniel Bill.

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Bruno Peretti tanzt den Kriminaltango

Von Hansi im Glück bis zum Kriminaltango – an der Buchvernissage in Thun präsentierte Autor Godi Huber seine neuen unblutigen Kurzkrimis. Das Publikum erlebte im Salon de Réunion einen poetischen und bisweilen auch phantastischen Abend mit Bruno Peretti, Frau Huber und neuen Figuren. Musikerin Marianne Keller spielte auf der Klarinette die passenden Töne und Regula Tanner (Leseglück Steffisburg) nahm den Autoren ins «Kreuzverhör». Bilder: Daniel Bill

 

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«Zum Glück ist es ein unblutiger Schuss»

Warum kurze Geschichten? Warum unblutige? Was bedeutet Zeit für dich?

7 Fragen an Godi Huber, Autor von "Bruno Peretti jagt den Tagedieb".

 

Blut bringt Auflage, Einschaltquote und damit Erfolg. Du hast dich den unblutigen Kurzkrimis verschrieben. Willst Du als Autor keinen Erfolg?
Erfolg ist schön, wer will das nicht. Aber ich gehe für den Erfolg nicht über Leichen. Mich irritiert, dass zum Beispiel im «Tatort», dem Familien-Fernsehkrimi vom Sonntagabend, bis zu 150 Mal pro Jahr gemordet wird. Muss das sein? Bruno Peretti I erscheint übrigens in dritter Auflage, ist also auch ohne Blut erfolgreich.

 

Bruno Peretti ist ein bedächtiger Typ, der Zeit hat. Und wenn ein Tag in der Agenda fehlt, wird daraus eine schöne Geschichte. Was bedeutet Zeit für dich?
Die Zeit beschäftigt uns alle irgendwie. Auch ich haste ab und zu durchs Leben. Dann denke ich mir: Warum nicht einen Tag in der Agenda streichen, in den Zug steigen und schauen, was passiert? Das gibt die schönsten Geschichten.

 

Deine Geschichten sind kurz, reduziert aufs Minimum. Zu wenig Zeit für den langen Roman?
Gopferdecku, gibt es darauf eine schnelle Antwort? Kurze Texte brauchen mehr Zeit als lange. Und ich habe zwei Jahre an den dreizehn Kurzgeschichten geschrieben. Das ist ganz schön lang. Eine Geschichte ist dann gut, wenn sie den Tag überdauert. Ich bin zufrieden, wenn dies auf die Kurzgeschichten mit Bruno Peretti zutrifft.

 

Mal wird nach dem Schatz unter dem Regenbogen gegraben, mal schwimmt ein Hai durch den Ententeich. Die neuen Geschichten kommen ziemlich ver-rückt daher …
… hallo, jedes Kind weiss, dass genau dort, wo der Regenbogen auf die Erde trifft, ein Schatz vergraben ist! Nur wir Erwachsenen haben das vergessen oder genieren uns, danach zu graben. Einzig Bruno Peretti versucht es, und wird auch fündig.

 

Frau Huber, Bruno Perettis Lieblingsnachbarin, wird in der zweiten Staffel zur Mitbewohnerin. Doch die Beziehung scheint nicht richtig in die Gänge zu kommen?
Fifty Shades of Grey ist es vermutlich nicht. Auch die Love Story haben schon andere geschrieben. Aber Bruno tanzt den Tango mit Maria geschmeidig wie ein Jaguar.

 

Und dann fällt sogar ein Schuss!
Richtig. Zum Glück ist es ein unblutiger Schuss.

 

Eher überraschend dann der Schluss …
… pssst, nicht verraten, auf die Rückmeldungen der Leserinnen und Leser bin ich schon heute gespannt.

 

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Unser neues Buch erraten

Potztuusig, da ist etwas durcheinander geraten. Aber keine Sorge, pünktlich im Frühjahr erscheint unser neues Buch. Wer die Puzzleteile richtig zusammensetzt und das Rätsel um den Titel richtig löst, nimmt an einer Verlosung teil. Die Gewinnerin oder der Gewinner erhält einen Gutschein im Wert von Fr. 30.- auf unser gesamtes Buchangebot sowie einen Logenplatz an der Vernissage oder an einer Lesung.

Buchtitel senden an: hallo@atelier-sageundschreibe.ch

Einsendeschluss ist der 15. März 2018

Die Vernissage findet am 3. Mai in Thun statt.

Auf Wiederlesen im neuen Jahr!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild: Textminiatur aus "Snežanas Lied".

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"Snežanas Lied" ist da

"Aventias Stunde" in Tafers

Heiter das Wetter, herzlich die Stimmung, hübsch der Ort, im Mittelpunkt das Buch der Stunde: In Tafers im Sensebezirk, nahe der Stadt Freiburg, präsentierten Autorin Monique Baeriswyl-Mauron und der Verlag Sage und Schreibe «Aventias Stunde». Gut 100 Besucherinnen und Besucher drängten sich in den Gasthof St. Martin, um mehr über die Autorin und das Buch zu erfahren, das zwei Geschichten erzählt, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben und doch miteinander verknüpft sind. Zoë Kressler, junge Singer/Songwriterin aus dem Ort, sorgte für die stimmige Musik.

Bilder: Hanna Zahn

 

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