Aventias Stunde: 7 Fragen an Monique Baeriswyl

Monique Baeriswyl-Mauron, geboren 1968, lebt in Tafers. «Aventias Stunde» ist nach einer Reihe von Kurzgeschichten ihr erster Roman. Im Gespräch erklärt die Autorin, weshalb sie zwei Geschichten, die Jahrtausende auseinander liegen, in einem Buch erzählt.

Weshalb schreibst Du?
Ich mag es in andere Welten einzutauchen, kreativ zu sein und meine Fantasie walten zu lassen. Ich schreibe, weil ich fiktiven Personen Leben einhauchen und entscheiden kann, was sie alles erleben dürfen und gelegentlich auch erleben müssen.

 

Wie bist Du auf «Aventia» gekommen?
Die Kelten waren sehr gottesfürchtig. Ich suchte nach keltischen Gottheiten, die in der Schweiz verehrt wurden und die durch historische Quellen belegt sind. Bald stiess ich auf die Göttin “Aventia“. Einige Quellen besagen, dass sie für die Namensgebung von Avenches verantwortlich sei, da sie in mehreren Weiheinschriften erwähnt wird. Zwar wird die Stadtgründung den Römern zugeschrieben, doch geht man heute davon aus, dass dort wo die Stadt steht, zuvor bereits eine keltische Siedlung stand. „Aventia“ ist also eine regionale Göttin, ideal für meine Geschichte.

 

«Aventias Stunde» ist Dein erster Roman. Welche Erwartungen verbindest Du damit?
Einige Erwartungen – oder besser gesagt Hoffnungen – haben sich bereits erfüllt. Als ich zu schreiben begann, wusste ich noch nicht, wie umfangreich die Geschichte werden würde. Als dann das ganze Manuskript, an dem ich über Jahre hinweg gearbeitet habe, vor mir lag, war die Freude gross. Und als der Sage & Schreibe Verlag entschieden hat, die Geschichte zu veröffentlichen, war dies überwältigend. Jetzt ist mein grösster Wunsch, dass die Leser und Leserinnen die Geschichte mögen, mit den Figuren mitleben, mitlachen und mitfiebern.

 

Im Buch verknüpfst Du die Gegenwart mit der keltischen Zeit vor 2500 Jahren. Ein gewagtes Konzept. Bist Du besonders mutig?
Ich denke nicht, dass ich besonders mutig bin. Neugierig ja. Ich hatte die Idee, eine Geschichte  über eine ganz normale Familie von heute zu schreiben, gleichzeitig aber auch  den Wunsch etwas Historisches aufleben zu lassen. Zwei eigenständige Geschichten sind dabei entstanden, die abwechselnd erzählt werden. Hubers leben im Heute, Cadan in der Latènezeit. Obwohl Jahrtausende dazwischen liegen, und die Figuren sich nicht begegnen, braucht es beide Geschichten.

 

Die Geschichte rund um Cadan, den jungen Kelten, liest sich ebenso lebendig wie diejenige der Familie Huber in der Jetztzeit. Was liegt Dir näher?
Meine Gefühle waren immer in derjenigen Geschichte, an der ich gerade schrieb. So gab es Wochen, da dachte ich mehr oder weniger „keltisch“, in den anderen blieb ich im Hier und Jetzt.

 

Hast Du «Aventias Stunde» für jugendliche Leserinnen und Leser oder für Erwachsene geschrieben?
Das Buch können bereits Jugendliche ab 12 Jahren lesen. Es ist also nicht nur für Erwachsene gedacht, sondern ist auch für Teenager geeignet. Ein Familienbuch sozusagen, für jung und älter.

 

Wohin geht bei Dir die literarische Reise in Zukunft?
Die Realisation von „Aventias Stunde“ ist eine tolle Erfahrung für mich, und ich habe durch die Zusammenarbeit mit dem Verlag eine Menge gelernt. Auch bin ich beim Projekt „Wintergeschichten“, einem Buch mit Kurzgeschichten, das der Sage& Schreibe Verlag im Herbst herausbringt, mit zwei Geschichten dabei. Und natürlich geistern immer wieder neue Ideen durch meinen Kopf. Mal sehen, was die Zukunft bringt.

 

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Wir nehmen sie gern entgegen:

hallo@atelier-sageundschreibe.ch