"Aventias Vergeltung" in Tafers vorgestellt

Eine Selbstverständlichkeit sind Buchvernissagen in der aktuellen Zeit nicht.  Erfreulich deshalb, dass "Aventias Vergeltung" am 7. Oktober 2020 an einer gut besuchten Buchpräsentation im Gasthof St. Martin in Tafers FR vorgestellt werden konnte. Die Autorin  Monique Baeriswyl-Mauron las aus ihrem neuen Roman, der die Gegenwart und die Keltenzeit geschickt verknüpft. Zoe Kessler sorgte für die stimmigen musikalischen Zwischentöne.

 

"Aventias Vergeltung" ist ab sofort im Buchhandel erhältlich und kann auch direkt beim Verlag bestellt werden.

 

Fotos: Hanna Zahn

 

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«Beim Schreiben hatte ich das Gefühl, dass der junge Kelte Cadan mir seine Geschichte erzählt»

Interview mit Monique Baeriswyl-Mauron, der Autorin der «Aventia»-Bücher.

 

Monique Baeriswyl-Mauron, warum schreiben Sie? 

Monique Baeriswyl-Mauron: Das Schreiben ist für mich eine Auszeit vom Alltag. Ich kann meinen Gedanken freien Lauf lassen, mich in frühere Epochen versetzen, Figuren kreieren, mit ihnen leiden oder mit ihnen glücklich sein. Bei meinen Recherchen über die helvetischen Kelten stosse ich auf viel Interessantes, das ich meinen Protagonisten mit auf den Weg gebe. Umso spannender ist es natürlich, dass in der Region Freiburg, wo ich wohne, keltische Funde gemacht worden sind. 

 

Wie haben Sie das Schreiben der «Aventia»-Abenteuer erlebt? 

Man kann das wohl Schreibrausch nennen, wenn man sich gedanklich vollkommen im Schreiben verliert. Das erlebe ich öfters. An meinen Schreibmorgen musste ich gelegentlich einen Wecker stellen, um zurückzufinden in die Realität, so sehr war ich in die Handlung von «Aventias Vergeltung» vertieft. Es gibt natürlich auch Tage, an denen ich weniger intensiv in den Text eintauche oder das zuvor Geschriebene nicht mehr so gut finde. Dann heisst es umschreiben. 

 

Wie war es, beim Schreiben zwischen einer historischen Epoche und der Jetztzeit hin und her zu springen? 

Zu Beginn geistert für beide Epochen eine kleine Idee in meinem Kopf herum. Dann lasse ich aus dem Gedanken zuerst einen Teil der Gegenwartsgeschichte entstehen. Erst mehrere Wochen und einige Kapitel später entwickle ich den zweiten Handlungsstrang, den der historischen Epoche, wobei sich hier Schreiben und Recherchieren abwechseln. Nach und nach webe ich die Geschichten dann ineinander und lasse Parallelen entstehen. 

 

Haben Sie eine Lieblingsfigur im neuen Roman? Oder eine Lieblingsstelle? 

Eigentlich mag ich alle Figuren im Roman. Klar, einige sind sympathischer als andere, aber das bringt wohl auch ihre Lebenssituation mit sich. Beim Schreiben hatte ich oft das Gefühl, dass der junge Kelte Cadan mir seine Geschichte erzählt. So ist er mir schon sehr ans Herz gewachsen. Lieblingsstellen habe ich mehrere. Ich lache gerne, darum mag ich die Dialoge der schlagfertigen Cilia und ihrer Freunde besonders. Und natürlich liebe ich die Szene am Schluss der Keltengeschichte, wo Cadan seine geliebte Medb ... aber nein, das verrate ich nun doch nicht! 

 

Gibt es ein neues Schreibprojekt am Horizont? 

Zurzeit ist gar nichts geplant. Ich investiere momentan mehr Zeit in meinen Beruf. Klar jagen immer wieder neue Ideen durch meinen Kopf, aber so richtig festgekrallt hat sich noch keine. 

 

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Wer gestaltet die Bücher von SAGE UND SCHREIBE?

Wir bekommen des öftern Komplimente für die hochwertige Gestaltung und Verarbeitung unserer Bücher, was uns sehr freut. Denn dem Verlag SAGE UND SCHREIBE ist es ein Anliegen, dass sich seine Bücher auch optisch und haptisch von der Masse abheben. 

 

Seit einem halben Jahr liegen die Gestaltung, der Satz und das Druckmanagement in den Händen von Judith Zaugg (Fotos). Die Bernerin arbeitet seit 1997 als Illustratorin und Grafikerin mit eigenem Atelier. Judith Zaugg präsentiert ihre Arbeiten regelmässig an Ausstellungen im In- und Ausland. Schon mehrfach wurde ihr Schaffen mit Preisen, Werkbeiträgen und Stipendien ausgezeichnet. Das von Judith Zaugg gestaltete Kinderbuch "Susa Flott" schaffte es 2001 in den Kreis der "Schönsten Schweizer Bücher". Bekannt sind auch die Leuchtkästen mit Motiven von Judith Zaugg.

 

Welche Beziehung hat Judith Zaugg zu Büchern? Wo nimmt sie ihre Ideen her? Fünf Fragen.

 

Was bedeuten dir Bücher?

Bücher bedeuten mir sehr viel, ich bin da sehr altmodisch, ein Buch muss ich in der Hand halten können und im besten Fall noch die Druckfarbe riechen. Am liebsten habe ich Bilderbücher.

 

Wenn du ein Buch in die Hand nimmst, was interessiert dich mehr – die Gestaltung oder die Geschichte?

Eine schwierige Frage, beides ist mir sehr wichtig. Wenn mich die Buchgestaltung gar nicht anspricht, kann mir ein Roman trotzdem sehr gefallen. Es ist aber dann nicht das gleiche Gefühl, wie wenn ich in einem «schönen» Buch lese. Manchmal kann ich mich fast jeden Abend über einen Buchumschlag etwas ärgern oder eben auch freuen, wenn ich meine Bettlektüre in die Hand nehme. 

 

Wie gehst du bei der Gestaltung eines neuen Buches vor?

Mir ist es wichtig, mit der Kundin oder dem Kunden vorab zu besprechen, was sie sich vorstellen, welche Schrift passen würde, welche Farben geeignet sind, ob es schon Ideen gibt etc. Bevor ich beginnen kann, muss ich mit der Druckerei herausfinden, was mit dem vorgegebenen Budget überhaupt möglich ist.

 

Wo nimmst du deine Ideen her? Wie lässt du dich inspirieren?

Am liebsten habe ich genügend Zeit für einen Auftrag, dann habe ich überall Ideen: Meist nicht an meinem Arbeitsplatz, sondern beim Velofahren, Einschlafen, Schwimmen, Spazieren, Kochen etc.

 

Das Herbstbuch 2020 nimmt in deinem Computer Gestalt an. Worauf dürfen sich die Leserinnen und Leser freuen? 

Auf das Gleiche wie ich, auf die Fortsetzung von Aventia I. Ich habe ja von diesem umfangreichen Buch auch erst die Zusammenfassung gelesen und die Autorin hat mir die Geschichte erzählt. Eines ist sicher, es wird wieder sehr spannend, darum freue ich mich schon jetzt, die Geschichte meinem Sohn vorzulesen.

 

Bilder: Sarah von Känel 

 

> judithzaugg.ch

 

«Wellen kämmen» - durch die Kamera entdeckt

Was machen Autorinnen und Autoren, wenn sie (wie alle anderen Menschen auch) in den eigenen vier Wänden bleiben sollen? Lesen, Ravioli kochen, neue Geschichten ausdenken, Knie beugen, Bücher sortieren, die Tagesschau schauen, Ostereier anmalen, wieder lesen etc. Godi Huber hat fotografiert: «Wellen kämmen», im Home Office und im Licht der Morgensonne.

 

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Ein bisschen Frühling an Heiligabend - Wiedersehen mit Horst

Ein Strassenmusiker, ein Tourist und eine Imbisswagenbetreiberin hadern dem einsamen Heiligabend entgegen. Und Vierbeiner sorgen für Turbulenzen. Die Weihnachtsgeschichte von Autor Mick Gurtner - publiziert am 24.12.2012 im "Thuner Tagblatt" - bringt ein Wiedersehen mit Horst!

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Weihnachtsgeschichte Horst 24.12.2019.pd
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Sternstunden der Liebesliteratur im visavis

Das Kunst- und Kulturhaus visavis in Bern war bis auf den letzten Platz besetzt, als das neue Buch aus dem Verlag SAGE UND SCHREIBE aus der Taufe gehoben wurde: Dreissig Sternstunden der Liebesliteratur von Tina Uhlmann. Die Autorin stellt darin besondere Bücher über die Liebe vor und berichtete im Talk mit Christine Hubacher (SRF 1) von den oft abenteuerlichen Geschichten drum herum. Illustratorin Karen Cotting zeigte, wie ihre geheimnisvollen Bilder entstehen. Ebenfalls live auf der Bühne war die Band Les Palomines, die alte Popmusik zu neuem Leben erweckte. Das Publikum erlebte einen Abend für alle Sinne - und  entdeckte ein Buch zum Verlieben.

Bilder: Hanspeter Zaugg

 

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Applaus für Horst im Mokka

Volles Haus und viel Applaus für den neuen Horst: Mit einer stimmigen Vernissage wurde der Roman «Horst und die letzte Nacht des Rock’n’Roll» in der Thuner Café Bar Mokka aus der Taufe gehoben. Autor Mick Gurtner und Rebecca Jenni erzählten die tragisch komische Geschichte eines Musikclubs, der ums Überleben kämpft. Und mittendrin Horst, die kleine Hündin. (Bilder: Patric Spahni)

 

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«Hin und wieder muss auch eine kleine Welt gerettet werden»

Autor Mick Gurtner: Das Mokka als Inspiration für das Buch.     Bild Patric Spahni
Autor Mick Gurtner: Das Mokka als Inspiration für das Buch. Bild Patric Spahni

Horst und die letzte Nacht des Rock'n'Roll

Fünf Fragen an Mick Gurtner | Von Godi Huber


Die Heldin deiner Geschichten ist Horst – eine kleine, quirlige Hündin. Müssten Helden nicht gross und stark sein?
Nichts gegen Superhelden, die immer gleich die ganze Welt retten müssen – das kann ja ganz amüsant sein. Aber hin und wieder muss auch eine kleine Welt gerettet werden. Zum Beispiel die von Thom, dem Ich-Erzähler meiner Geschichte. Und das kann eine kleine, struppige Heldin mit unpassendem Namen und feinem Gespür dafür, im richtigen Moment das Richtige zu tun, einfach viel besser.

Im ersten «Horst»-Band kommt der Soundtrack zur Geschichte aus dem Autoradio. Band zwei spielt in einem Musikclub. Weshalb immer wieder die Musik?
Weil Musik für mich einen enormen Stellenwert hat. Der Soundtrack eines Lebens ist etwas Wunderbares: Zwei, drei Akkorde genügen, und das Erinnerungskino beginnt zu laufen. Die Songs, die in meinen Romanen vorkommen, fangen Stimmungen ein: mal mit ihrer Atmosphäre, mal mit ihrem Beat, mal bloss mit einer Textzeile.

Liegt falsch, wer im Musikclub die Thuner Café Bar Mokka und deren legendären Betreiber Pädu Anliker, der 2016 gestorben ist, zu erkennen glaubt?
Nein. Das Mokka war tatsächlich eine sehr wichtige Inspiration für das Buch. Die Stimmung, die Leidenschaft der Leute im Club. Ich habe sehr viel Zeit im Mokka verbracht: Schon als Teenager im Ausgang, später auch als Musik- und Lokaljournalist. Das Buch ist Pädu Anliker gewidmet. Ich habe aber bewusst darauf geachtet, dass die Club-Betreiber im Buch ganz anders sind als er.

Wieviel von dir ist in den «Horst»-Büchern drin?
Nun, ganz oberflächlich betrachtet spielen sie an Orten, die ich gut kenne: Provence und Côte d’Azur im ersten Teil, eine kleine Stadt an einem Fluss mit einem tollen Musikclub im zweiten. Und klar, der Ich-Erzähler Thom hat Charakterzüge, die mir wohl nicht ganz fremd sind. Zudem gibt es für seinen verstorbenen Kumpel Bastian ein reales Vorbild: meinen Jugendfreund, der mit 18 nach einem Unfall und zwei Jahren im Koma starb. Einen Hund hatte ich selber allerdings nie ...

Auch das neue Buch ist oft komisch, bisweilen tragisch. Gibt es diesmal ein richtiges Happy End?
Eigentlich würde ich mich als ziemlich ausgeglichenen Menschen bezeichnen. Aber wenn mir jemand das Ende eines Romans verraten will, kann ich ungemütlich werden. Also plaudere ich da lieber nichts aus. Gut möglich auch, dass die Geschichte von Horst und Thom am Schluss des Buches «Horst und die letzte Nacht des Rock’n’Roll» noch nicht ganz zu Ende ist ...

 

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Tag und Nacht im Glory Box

Journalistin trifft Veranstalter: Tina Uhlmann bei Pädu Anliker im Thuner Club Mokka.
Journalistin trifft Veranstalter: Tina Uhlmann bei Pädu Anliker im Thuner Club Mokka.

Von Tina Uhlmann

 

Als junge Musikjournalistin war ich manchmal auch morgens oder nachmittags in diesen shabby-chicen Rockclubs, um mit den Veranstaltern zu sprechen oder Bands zwischen Soundcheck und Konzert zu interviewen. Ernüchternd, wie das bei Tageslicht aussah! Alt und abgeschabt alles, der Bartresen von 1001 Gläsern, der Tanzboden von Stiefeln und Stögelischuhen, die Bühne von schwerer Technik. Kabelsalat überall, eingetrocknetes Bier, Scherben und verschwitzte Klamotten, liegengeblieben im Staub einer selten gefegten Ecke.
Die Luft wie ein Schlag ins Gesicht.
Der Zauber der Nacht längst verflogen.
Das Büro des Chefs ein Chaos, dem nur noch mit einer Mulde beizukommen wäre.

Mick Gurtners neuer Roman «Horst und die letzte Nacht des Rock’n’Roll» erspart uns diesen Kater nicht. Im Gegenteil: Nach der gloriosen Nacht der Nächte, auf die sein Held und das Team im Glory Box fiebrig hinarbeiten, liegt der Club gar in Trümmern. Bis hierhin hat man beim Lesen mitgefiebert, hat miterlebt, wie Thom mit seinem Hündchen Horst, Schmitz und Sophie, Rockyou, Willi, Knoblauch und Gianluca aus ihrem Schuppen eine Wunderwelt schufen – ein Neverland forerver. Schliesslich sollte das Glory Box mit einem Coup, der hier nicht verraten sei, vor dem Bankrott gerettet werden und in eine hell leuchtende Zukunft starten. Doch dann steht man mit der zerrupften kleinen Truppe da, ernüchtert.
Raucht.
Schweigt.
Und betrachtet das Aus dieses Traums.

Musikclubs sind kleine Traumfabriken, so wie ein guter Song ein Drei-Minuten-Roman ist. Für Mick Gurtners Buch, 225 Seiten dick, braucht man etwas länger Zeit. Doch dieser Roman ist voll von guten Songs, von kleinen Drei-Minuten-Romanen. Episodisch verknüpft der Autor, selbst Clubgänger, Rock’n’Roll-Aficionado und Musikjournalist, Lebens- und Liebesgeschichten mit der Geschichte des Glory Box. Und weil dieser magische Ort seinem Namen doch gerecht werden soll, geht es nach der Nacht der Nächte und dem Kater am Tag danach irgendwie weiter. Denn auch Bücher sind Traumfabriken – Mitträumen erwünscht!

 

Auch Romanautoren haben ein Nachtleben: Mick Gurtner im Thuner Club Mokka.
Auch Romanautoren haben ein Nachtleben: Mick Gurtner im Thuner Club Mokka.

Horst, Glory Box und Rock'n'Roll

 

Autor Mick Gurtner erzählt in "Horst und die letzte Nacht des Rock'n'Roll" die Geschichte des Musikclubs Glory Box. Es ist eine Hommage an all die Musikclubs geworden, die mit minimalen Mitteln und maximaler Leidenschaft betrieben werden.

 

Der neue "Horst" wird am Donnerstag 2. Mai 2019 in der Cafe Bar Mokka in Thun offiziell präsentiert.

 

"Horst und die letzte Nacht des Rock'n'Roll ist ab sofort direkt beim Verlag und im Buchhandel erhältlich.

 

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Graffiti-ABC – farbig ist das Leben schöner

"Colour is fun" – "The hood needs colour" – "Colour your life": Diesen Sätzen, schwungvoll an eine Bauverschalung gesprayt, begegneten wir auf der Suche nach dem ABC der Strasskunst. So verschieden Stil und Niveau der Künstlerinnen und Künstler sind, ihre Botschaft ist immer dieselbe: Farbig ist das Leben schöner.

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