Sternstunden der Liebesliteratur im visavis

Das Kunst- und Kulturhaus visavis in Bern war bis auf den letzten Platz besetzt, als das neue Buch aus dem Verlag SAGE UND SCHREIBE aus der Taufe gehoben wurde: Dreissig Sternstunden der Liebesliteratur von Tina Uhlmann. Die Autorin stellt darin besondere Bücher über die Liebe vor und berichtete im Talk mit Christine Hubacher (SRF 1) von den oft abenteuerlichen Geschichten drum herum. Illustratorin Karen Cotting zeigte, wie ihre geheimnisvollen Bilder entstehen. Ebenfalls live auf der Bühne war die Band Les Palomines, die alte Popmusik zu neuem Leben erweckte. Das Publikum erlebte einen Abend für alle Sinne - und  entdeckte ein Buch zum Verlieben.

Bilder: Hanspeter Zaugg

 

> 30 Sternstunden der Liebesliteratur

Applaus für Horst im Mokka

Volles Haus und viel Applaus für den neuen Horst: Mit einer stimmigen Vernissage wurde der Roman «Horst und die letzte Nacht des Rock’n’Roll» in der Thuner Café Bar Mokka aus der Taufe gehoben. Autor Mick Gurtner und Rebecca Jenni erzählten die tragisch komische Geschichte eines Musikclubs, der ums Überleben kämpft. Und mittendrin Horst, die kleine Hündin. (Bilder: Patric Spahni)

 

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«Hin und wieder muss auch eine kleine Welt gerettet werden»

Autor Mick Gurtner: Das Mokka als Inspiration für das Buch.     Bild Patric Spahni
Autor Mick Gurtner: Das Mokka als Inspiration für das Buch. Bild Patric Spahni

Horst und die letzte Nacht des Rock'n'Roll

Fünf Fragen an Mick Gurtner | Von Godi Huber


Die Heldin deiner Geschichten ist Horst – eine kleine, quirlige Hündin. Müssten Helden nicht gross und stark sein?
Nichts gegen Superhelden, die immer gleich die ganze Welt retten müssen – das kann ja ganz amüsant sein. Aber hin und wieder muss auch eine kleine Welt gerettet werden. Zum Beispiel die von Thom, dem Ich-Erzähler meiner Geschichte. Und das kann eine kleine, struppige Heldin mit unpassendem Namen und feinem Gespür dafür, im richtigen Moment das Richtige zu tun, einfach viel besser.

Im ersten «Horst»-Band kommt der Soundtrack zur Geschichte aus dem Autoradio. Band zwei spielt in einem Musikclub. Weshalb immer wieder die Musik?
Weil Musik für mich einen enormen Stellenwert hat. Der Soundtrack eines Lebens ist etwas Wunderbares: Zwei, drei Akkorde genügen, und das Erinnerungskino beginnt zu laufen. Die Songs, die in meinen Romanen vorkommen, fangen Stimmungen ein: mal mit ihrer Atmosphäre, mal mit ihrem Beat, mal bloss mit einer Textzeile.

Liegt falsch, wer im Musikclub die Thuner Café Bar Mokka und deren legendären Betreiber Pädu Anliker, der 2016 gestorben ist, zu erkennen glaubt?
Nein. Das Mokka war tatsächlich eine sehr wichtige Inspiration für das Buch. Die Stimmung, die Leidenschaft der Leute im Club. Ich habe sehr viel Zeit im Mokka verbracht: Schon als Teenager im Ausgang, später auch als Musik- und Lokaljournalist. Das Buch ist Pädu Anliker gewidmet. Ich habe aber bewusst darauf geachtet, dass die Club-Betreiber im Buch ganz anders sind als er.

Wieviel von dir ist in den «Horst»-Büchern drin?
Nun, ganz oberflächlich betrachtet spielen sie an Orten, die ich gut kenne: Provence und Côte d’Azur im ersten Teil, eine kleine Stadt an einem Fluss mit einem tollen Musikclub im zweiten. Und klar, der Ich-Erzähler Thom hat Charakterzüge, die mir wohl nicht ganz fremd sind. Zudem gibt es für seinen verstorbenen Kumpel Bastian ein reales Vorbild: meinen Jugendfreund, der mit 18 nach einem Unfall und zwei Jahren im Koma starb. Einen Hund hatte ich selber allerdings nie ...

Auch das neue Buch ist oft komisch, bisweilen tragisch. Gibt es diesmal ein richtiges Happy End?
Eigentlich würde ich mich als ziemlich ausgeglichenen Menschen bezeichnen. Aber wenn mir jemand das Ende eines Romans verraten will, kann ich ungemütlich werden. Also plaudere ich da lieber nichts aus. Gut möglich auch, dass die Geschichte von Horst und Thom am Schluss des Buches «Horst und die letzte Nacht des Rock’n’Roll» noch nicht ganz zu Ende ist ...

 

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Tag und Nacht im Glory Box

Journalistin trifft Veranstalter: Tina Uhlmann bei Pädu Anliker im Thuner Club Mokka.
Journalistin trifft Veranstalter: Tina Uhlmann bei Pädu Anliker im Thuner Club Mokka.

Von Tina Uhlmann

 

Als junge Musikjournalistin war ich manchmal auch morgens oder nachmittags in diesen shabby-chicen Rockclubs, um mit den Veranstaltern zu sprechen oder Bands zwischen Soundcheck und Konzert zu interviewen. Ernüchternd, wie das bei Tageslicht aussah! Alt und abgeschabt alles, der Bartresen von 1001 Gläsern, der Tanzboden von Stiefeln und Stögelischuhen, die Bühne von schwerer Technik. Kabelsalat überall, eingetrocknetes Bier, Scherben und verschwitzte Klamotten, liegengeblieben im Staub einer selten gefegten Ecke.
Die Luft wie ein Schlag ins Gesicht.
Der Zauber der Nacht längst verflogen.
Das Büro des Chefs ein Chaos, dem nur noch mit einer Mulde beizukommen wäre.

Mick Gurtners neuer Roman «Horst und die letzte Nacht des Rock’n’Roll» erspart uns diesen Kater nicht. Im Gegenteil: Nach der gloriosen Nacht der Nächte, auf die sein Held und das Team im Glory Box fiebrig hinarbeiten, liegt der Club gar in Trümmern. Bis hierhin hat man beim Lesen mitgefiebert, hat miterlebt, wie Thom mit seinem Hündchen Horst, Schmitz und Sophie, Rockyou, Willi, Knoblauch und Gianluca aus ihrem Schuppen eine Wunderwelt schufen – ein Neverland forerver. Schliesslich sollte das Glory Box mit einem Coup, der hier nicht verraten sei, vor dem Bankrott gerettet werden und in eine hell leuchtende Zukunft starten. Doch dann steht man mit der zerrupften kleinen Truppe da, ernüchtert.
Raucht.
Schweigt.
Und betrachtet das Aus dieses Traums.

Musikclubs sind kleine Traumfabriken, so wie ein guter Song ein Drei-Minuten-Roman ist. Für Mick Gurtners Buch, 225 Seiten dick, braucht man etwas länger Zeit. Doch dieser Roman ist voll von guten Songs, von kleinen Drei-Minuten-Romanen. Episodisch verknüpft der Autor, selbst Clubgänger, Rock’n’Roll-Aficionado und Musikjournalist, Lebens- und Liebesgeschichten mit der Geschichte des Glory Box. Und weil dieser magische Ort seinem Namen doch gerecht werden soll, geht es nach der Nacht der Nächte und dem Kater am Tag danach irgendwie weiter. Denn auch Bücher sind Traumfabriken – Mitträumen erwünscht!

 

Auch Romanautoren haben ein Nachtleben: Mick Gurtner im Thuner Club Mokka.
Auch Romanautoren haben ein Nachtleben: Mick Gurtner im Thuner Club Mokka.

Horst, Glory Box und Rock'n'Roll

 

Autor Mick Gurtner erzählt in "Horst und die letzte Nacht des Rock'n'Roll" die Geschichte des Musikclubs Glory Box. Es ist eine Hommage an all die Musikclubs geworden, die mit minimalen Mitteln und maximaler Leidenschaft betrieben werden.

 

Der neue "Horst" wird am Donnerstag 2. Mai 2019 in der Cafe Bar Mokka in Thun offiziell präsentiert.

 

"Horst und die letzte Nacht des Rock'n'Roll ist ab sofort direkt beim Verlag und im Buchhandel erhältlich.

 

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Graffiti-ABC – farbig ist das Leben schöner

"Colour is fun" – "The hood needs colour" – "Colour your life": Diesen Sätzen, schwungvoll an eine Bauverschalung gesprayt, begegneten wir auf der Suche nach dem ABC der Strasskunst. So verschieden Stil und Niveau der Künstlerinnen und Künstler sind, ihre Botschaft ist immer dieselbe: Farbig ist das Leben schöner.

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Heimspiel: Godi Huber in der Bibliothek Steffisburg

In Steffisburg bei Thun ist Godi Huber aufgewachsen. In der Gemeindebibliothek Steffisburg hat der Autor von "Bruno Peretti" zusammen mit Musikerin Marianne Keller seine unblutigen Kurzkrimis präsentiert. Bilder: Daniel Bill

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Bruno Peretti in der Gemeindebibliothek Köniz

Eine hübsche Gemeindebibliothek und ein tolles Publikum – es war ein schöner Abend in Köniz. Ein grosser Dank geht an das Bibliotheksteam für den grossartigen Einsatz! Bilder: Daniel Bill.

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Bruno Peretti tanzt den Kriminaltango

Von Hansi im Glück bis zum Kriminaltango – an der Buchvernissage in Thun präsentierte Autor Godi Huber seine neuen unblutigen Kurzkrimis. Das Publikum erlebte im Salon de Réunion einen poetischen und bisweilen auch phantastischen Abend mit Bruno Peretti, Frau Huber und neuen Figuren. Musikerin Marianne Keller spielte auf der Klarinette die passenden Töne und Regula Tanner (Leseglück Steffisburg) nahm den Autoren ins «Kreuzverhör». Bilder: Daniel Bill

 

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«Zum Glück ist es ein unblutiger Schuss»

Warum kurze Geschichten? Warum unblutige? Was bedeutet Zeit für dich?

7 Fragen an Godi Huber, Autor von "Bruno Peretti jagt den Tagedieb".

 

Blut bringt Auflage, Einschaltquote und damit Erfolg. Du hast dich den unblutigen Kurzkrimis verschrieben. Willst Du als Autor keinen Erfolg?
Erfolg ist schön, wer will das nicht. Aber ich gehe für den Erfolg nicht über Leichen. Mich irritiert, dass zum Beispiel im «Tatort», dem Familien-Fernsehkrimi vom Sonntagabend, bis zu 150 Mal pro Jahr gemordet wird. Muss das sein? Bruno Peretti I erscheint übrigens in dritter Auflage, ist also auch ohne Blut erfolgreich.

 

Bruno Peretti ist ein bedächtiger Typ, der Zeit hat. Und wenn ein Tag in der Agenda fehlt, wird daraus eine schöne Geschichte. Was bedeutet Zeit für dich?
Die Zeit beschäftigt uns alle irgendwie. Auch ich haste ab und zu durchs Leben. Dann denke ich mir: Warum nicht einen Tag in der Agenda streichen, in den Zug steigen und schauen, was passiert? Das gibt die schönsten Geschichten.

 

Deine Geschichten sind kurz, reduziert aufs Minimum. Zu wenig Zeit für den langen Roman?
Gopferdecku, gibt es darauf eine schnelle Antwort? Kurze Texte brauchen mehr Zeit als lange. Und ich habe zwei Jahre an den dreizehn Kurzgeschichten geschrieben. Das ist ganz schön lang. Eine Geschichte ist dann gut, wenn sie den Tag überdauert. Ich bin zufrieden, wenn dies auf die Kurzgeschichten mit Bruno Peretti zutrifft.

 

Mal wird nach dem Schatz unter dem Regenbogen gegraben, mal schwimmt ein Hai durch den Ententeich. Die neuen Geschichten kommen ziemlich ver-rückt daher …
… hallo, jedes Kind weiss, dass genau dort, wo der Regenbogen auf die Erde trifft, ein Schatz vergraben ist! Nur wir Erwachsenen haben das vergessen oder genieren uns, danach zu graben. Einzig Bruno Peretti versucht es, und wird auch fündig.

 

Frau Huber, Bruno Perettis Lieblingsnachbarin, wird in der zweiten Staffel zur Mitbewohnerin. Doch die Beziehung scheint nicht richtig in die Gänge zu kommen?
Fifty Shades of Grey ist es vermutlich nicht. Auch die Love Story haben schon andere geschrieben. Aber Bruno tanzt den Tango mit Maria geschmeidig wie ein Jaguar.

 

Und dann fällt sogar ein Schuss!
Richtig. Zum Glück ist es ein unblutiger Schuss.

 

Eher überraschend dann der Schluss …
… pssst, nicht verraten, auf die Rückmeldungen der Leserinnen und Leser bin ich schon heute gespannt.

 

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Unser neues Buch erraten

Potztuusig, da ist etwas durcheinander geraten. Aber keine Sorge, pünktlich im Frühjahr erscheint unser neues Buch. Wer die Puzzleteile richtig zusammensetzt und das Rätsel um den Titel richtig löst, nimmt an einer Verlosung teil. Die Gewinnerin oder der Gewinner erhält einen Gutschein im Wert von Fr. 30.- auf unser gesamtes Buchangebot sowie einen Logenplatz an der Vernissage oder an einer Lesung.

Buchtitel senden an: hallo@atelier-sageundschreibe.ch

Einsendeschluss ist der 15. März 2018

Die Vernissage findet am 3. Mai in Thun statt.